Intensivierte stationär-konservative Behandlung
Nicht alle Erkrankungen an der Lendenwirbelsäule können durch eine ambulante Therapie beherrscht werden. Aus diesem Grund wurden in der Vergangenheit häufig Operationen durchgeführt, weil Patienten an schmerzbedingten Geh- oder Stehunfähigkeiten litten, die eine weitere ambulante Behandlung unmöglich machten. Die Überlegung, dass zwischen der Spritze in der Sprechstunde und dem Operationssaal noch andere Behandlungsmöglichkeiten gefunden werden müssen, hat die Ärzte des Orthopädiezentrums in der Vergangenheit dazu veranlasst, eine sehr effektive und für die Patienten angenehme stationär-konservative Therapie zu entwickeln. Hauptbestandteil dieser Therapie ist die antiphlogistische (entzündungshemmende und abschwellende) Komponente direkt an der erkrankten Nervenwurzel. Die meisten wirbelsäulenbedingten Mobilitätseinschränkungen werden durch einen Kompressionseffekt auf lumbale Nervenwurzeln bedingt. Auslöser ist meist ein Bandscheibenvorfall oder eine verschleißartige knöcherne Enge des Spinalkanals der Lendenwirbelsäule. Durch täglich verabreichte Sakralblockaden (Injektion in den Sakralkanal, die die Nervenwurzeln umspült) sowie tägliche Infusionstherapie mit antiphlogistischen Medikamenten aber auch Vitamin-B-Präparaten ist ein stark abschwellender Effekt an der Nervenwurzel zu erzielen, so dass die operative Entfernung der komprimierenden Komponente überflüssig wird. Da es sich um eine ursächliche Therapie und nicht nur um eine symptomatische Therapie handelt, können hierdurch in der Regel dauerhafte Besserungen erreicht werden. Die Behandlung wird durch physikalische Therapie (Fango und Reizstrombehandlung) ergänzt. Wenn nach wenigen Tagen die erste Besserung eintritt wird bereits stationär die aktive Therapie durch Physiotherapie (Krankengymnastik) begonnen. Die angenehme Atmosphäre im Marienkrankenhaus Flörsheim, welches mit seinem freundlichen Personal eine kompetente aber auch sehr menschliche Betreuung der Patienten gewährleistet, trägt ihr Übriges zum Heilungserfolg bei. Der Stand der Behandlung wird bei der täglichen Visite auch am Wochenende mit den Fachärzten des Orthopädiezentrums besprochen. Dementsprechend bewegt sich der Zufriedenheitsgrad der Patienten auf einem sehr hohen Niveau. Insgesamt hat sich über viele Jahre ein sehr rundes intensiviertes stationär-konservatives Vorgehen entwickelt, welches in einer Vielzahl der Fälle einen potentiell risikobehafteten operativen Eingriff überflüssig werden lässt. Aufgrund des Therapieerfolges führen mittlerweile viele weitere Orthopäden aus anderen Städten diese stationär-konservative Therapie im Marienkrankenhaus durch. |
